
Autor: Dr. med. Alexander Hierl, Facharzt für Kardiologie und Innere Medizin
Viele Raucher planen den Stopp und fragen sich, wie sich das Gewicht verändert. Eine Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp ist häufig. Sie fällt bei den meisten moderat aus und streut stark von Person zu Person. Gegenüber dem Risiko, weiterzurauchen, bleibt sie für die meisten die kleinere Belastung. In den ersten Wochen lässt sich Appetit und Gewohnheitsessen gezielt steuern.
Eine Metaanalyse von Aubin und Kollegen im BMJ (2012) fasste 62 Studien zusammen. Bei Menschen, die ohne Medikamente länger abstinent blieben, lag die mittlere Gewichtszunahme nach zwölf Monaten bei etwa 4 bis 5 Kilogramm. Der größte Teil davon entstand in den ersten drei Monaten.
Die Streuung war groß:
Ähnliche Größenordnungen zeigten sich auch bei Menschen, die Nikotinersatz, Bupropion oder Vareniclin nutzten. Die Medikamente änderten den langfristigen Mittelwert der Kilos kaum.
Nikotin dämpft den Appetit leicht und erhöht den Energieverbrauch ein Stück. Fällt es weg, essen viele mehr, und der Körper verbraucht etwas weniger. Dazu kommt der Gewohnheitsanteil: Die Zigarette nach dem Essen oder in der Pause fällt weg und wird oft durch Snacks ersetzt. Das erklärt, warum die ersten Wochen besonders kritisch sind und warum genau dort der Hebel liegt.
Die ersten Wochen nach dem Stopp entscheiden oft über den Verlauf der Kilos. Ein praktischer Plan sieht so aus:
Ein Cochrane-Review zu Interventionen gegen Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp (CD006219) zeigt: Es gibt kein Verfahren, das bei allen langfristig die Kilos zuverlässig verhindert. Bewegung und strukturierte Programme können kurz unterstützen. Deshalb setzen wir auf konkrete Alltagshebel und Begleitung, nicht auf eine einzige Spezialmethode.
Rauchen belastet Herz, Gefäße und viele andere Organe. In der ärztlichen Abwägung wiegen die Risiken durch Weiterrauchen für die meisten Menschen schwerer als die Risiken durch eine moderate Gewichtszunahme nach dem Stopp. Wer die Kilos im Blick behält und rauchfrei bleibt, steht besser da als jemand, der weiterraucht, um die Waage zu schonen.
In der Praxis TabExit unterstützen wir den Rauchstopp mit einer kurzen ärztlichen Behandlung. Ablauf und Kosten: Raucherentwöhnung München. Praktische Tipps: Mit dem Rauchen aufhören. Zur Methode: Rauchfrei-Spritze. Weitere Beiträge: Tipps, darunter Rauchen und Herz und Rauchen und Fruchtbarkeit.
Einen Termin können Sie über tabexit.com vereinbaren.
Nach dem Rauchstopp nehmen viele Menschen im Mittel etwa 4 bis 5 kg zu, vor allem in den ersten drei Monaten. Manche nehmen ab, manche deutlich mehr. Mit festem Essrhythmus, klarer Trennung von Hunger und Gewohnheit, viel Trinken, mehr Bewegung und früher Unterstützung lässt sich dem oft gegensteuern. Der Gesundheitsnutzen des Stopps bleibt klar. Wer den Stopp plant, sollte die Waage mitplanen und den Tabak trotzdem beenden.
Nein. In der BMJ-Auswertung nahm etwa jeder Sechste ab. Die Mehrheit nahm zu, oft unter 5 kg, manchmal mehr.
Kurzfristig kann Nikotinersatz die Zunahme etwas dämpfen. Nach zwölf Monaten lag der Mittelwert in den Auswertungen ähnlich wie ohne Medikament.
Meist ist die bessere Reihenfolge: zuerst rauchfrei werden und parallel Essgewohnheiten und Bewegung anpassen. Weiterrauchen schützt die Waage nicht nachhaltig.
Wenn Rückfälle drohen, der Appetit stark anzieht oder Sie den Stopp allein nicht schaffen. Dann lohnt Unterstützung früh.